Feinschmeckerblog

Für anspruchsvolle Genießerinnen und Genießer

erich_meier_nah
erich_meier_nah

Erich Meier: Ein Dunkelroter aus der Schweiz

| Keine Kommentare

Heute haben wir uns mal wieder an eine Rotwein-Verkostung gewagt. Zur Verfügung gestellt bekamen wir das Prachtstück von Weinhändler Jeggli, vielen Dank dafür!

Konkret haben wir den 2014er Pinot Noir Uetikon von Erich Meier vom Zürichsee angepackt.

Der erste optische Eindruck: Das ist ein dunkler Rotwein. Das Rot ist so dunkel, dass es schon fast ins Schwarze übergeht. Unmittelbar denke ich an den großen dunklen Wald und an das kleine Rotkäppchen auf dem Weg zu seiner Großmutter. Aber das mag an mir liegen …

Auf die Schnelle ein paar Sätze zur Flasche. Bei Rotweinen, auch bei guten, ist es ja oftmals so, dass die Flaschen so kitschig aussehen, dass man sie teilweise nur ironisch auf den Tisch stellen kann, auch wenn man für das Etikett ja gar nicht kann. Das ist hier nicht der Fall. Die Flasche ist edel, das Etikett auf die Essenz reduziert. Es ist ein Erich Meier, Pinot Noir 2014. Mehr Infos braucht man auch nicht auf der Vorderseite.

So sieht der Bursche in der Flasche aus:

erich_meier_total

Werden wir konkret, darauf kommt es an.

Ein erster vorsichtiger Riechtest ergibt starke Noten von Brombeere und nassem Holz. Ein zweiter tiefer Zug: Zimt. Da steckt Zimt drin. Nicht sehr viel, aber ein wenig.

Der erste vorsichtige Schluck. Ja, Brombeere war sehr richtig. Das ist ein fruchtiger Wein. Aber nicht fruchtig im Sinne von süß, sondern eine fruchtige Schwere. Voriges Wochenende wäre mir dieser Rotwein zu schwer gewesen, beim aktuellen Stuttgarter Schmuddelwetter ist er geradezu perfekt.

Der zweite Schluck, dieses Mal ist es ein tiefer und zwar ernsthaft. Der Gaumen wird ein wenig überrascht, der Geschmack steigert sich. Laut Produktbeschreibung tauchen auch Kirschen auf – die hatte ich zwar nicht, aber wenn eine Sache bei Wein klar ist, dann dass Wein individuell ist wie das Leben selbst.

Schluck Nummer drei räumt alle etwaigen Unklarheiten aus. Der Wein wird nicht fad. Er ist gefällig, aber trotzdem kein Langweiler.

Was isst man dazu? Spaghetti mit einer kräftigen Sauce wären eine Option. Vielleicht Arrabiata? Oder ganz direkt ein 250-Gramm-Rib-Eye-Steak. Auf keinen Fall Fisch, der würde von diesem Wein zerstört.

Zusammenfassend: Ein toller Wein. Hat natürlich auch seinen Preis. Knapp 20 Euro pro Flasche sind aber gleichzeitig auch nicht unbezahlbar. Also: Ruhig mal machen.

PS: Jeggli Weine liefert leider nicht ins Ausland, nur innerhalb der Schweiz.

Hier eine Nahaufnahme:

erich_meier_nah


Anzeige:

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.