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Fever-Tree-Flaschen
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Fever-Tree: Weil guter Gin sehr guten Tonic braucht

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Manchmal ist es ganz simpel. Man versucht den perfekten Gin Tonic zu mixen und scheitert. Oftmals nicht am Gin, denn es gibt viele hochwertige Gin-Sorten – sondern am Tonic. So erging es Charles Rolls und Tim Warrillow. Eine Kostprobe diverser Tonics brachte die beiden britischen Fever-Tree-Gründer zu der Erkenntnis, dass keiner davon davon ihren hohen Ansprüchen gerecht wurde. 2005 kam das erste Premium Indian Tonic Water von Fever-Tree auf den Markt. Wir haben ein Testpaket bekommen – danke dafür!

Unsere Schnellbewertung:

Aussehen: Edel, hochwertig. Die kleinen Flaschen sorgen zudem dafür, dass die Getränke nicht schal werden. Pluspunkt!

Geschmack Tonic Water: Erlesen, vollmundig. Für billigen Gin zu schade …

Zusammenspiel mit Gin: Wir haben einen Bombay-Sapphire-Tonic gemixt. Kein Vergleich zu gewöhnlichen Tonics.

Geschmack Ginger Ale: Die volle Ingwer-Power! Super!

Kommentar: Zu guten Gins gehört ein sehr guter Tonic. Soviel ist klar.

Unsere Mix-Empfehlung: „Horse’s Neck“

  • 5 cl Bourbon
  • 15 cl Fever-Tree Ginger Ale
  • 1 Spritzer Angostura Bitter
  • Longdrinkglas
  • Garnitur: Zitronenzeste
  • Zubereitung: Alle Zutaten in ein Longdrinkglas auf Eis geben und leicht verrühren.

Hier ein Interview mit den Fever-Tree-Gründern:

Fever-Tree hat sich auf Premium-Filler spezialisiert und hat mit seinem Anspruch eine ganze Getränkekategorie neu belebt. Warum ist die Qualität des Fillers für Sie so wichtig?

Charles Rolls: Gin-Tonic-Liebhaber können stundenlang über den perfekten Gin philosophieren. Absolut richtig, denn der Gin ist die alkoholische Grundlage des Drinks. Wenn Sie es sich aber genau überlegen, bestehen drei Viertel eines Gin Tonics eigentlich aus dem Filler, dem Tonic. Und hier ist unser Ansatzpunkt. Wir können einfach nicht verstehen, wie man die Geschmacksaromen einer Premium- Spirituose durch einn Tonic mit künstlichen Zusatzstoffen überdecken kann.

Tim Warrillow: Ein guter Filler hebt die Aromen der Spirituose. Bildhaft gesprochen ist es wie bei der Partnerwahl. Das Tonic unterstützt den Gin und gibt ihm den letzten Schliff. Er steht auf Augenhöhe mit dem Gin und ist bei weitem nicht nur das notwendige Füllmittel, sondern unserer Meinung nach essentiell. Erst die Qualität beider zusammen ergibt das perfekte Paar – den Trinkgenuss, den wir uns wirklich wünschen.

Charles Rolls und Tim Warrillow

Was ist das Besondere an den Fever-Tree-Fillern?

Warrillow: Es ist eigentlich ganz einfach. Viele Filler enthalten zahlreiche künstliche Aromen, Süßstoffe und Konservierungsmittel, die am Gaumen einen unangenehmen Nachgeschmack hinterlassen. Letztlich zerstört ein schlechtes Tonic das ausgewogene Aroma einer edlen Ginkomposition.

Rolls: Deshalb setzen wir bei unseren Fillern auf 100 Prozent natürliche Zutaten, die die Aromen der Spirituosen perfekt zur Geltung bringen. Die hochwertigen Zutaten beziehen wir von Kleinbauern aus der ganzen Welt – alles Spezialisten in ihrem Bereich. Ferner zeichnen sich die Fever-Tree-Filler durch eine feine Perlage aus, die wir so nur von Champagner kennen. Diese sensorisch viel angenehmeren Perlen entstehen im Herstellungsprozess, wenn die Filler mit Kohlensäure versetzt werden. Dadurch mischen sich die ausgewogenen Aromen der Fever-Tree-Filler perfekt mit den Aromen der Spirituosen.

Wie haben Sie das ultimative Rezept für euer Indian Tonic Water gefunden?

Warrillow: Das Indian Tonic Water hat eine lange Tradition und ist fest mit der Geschichte des Britischen Empires verbunden. Das Tonic Water gehörte zur Standardausrüstung der britischen Armee in Indien. Das enthaltene Chinin war eine wichtige Medizin für die Behandlung von Malaria. Um die fiebersenkende Wirkung zu erzielen, musste es regelmäßig getrunken werden. Durch den damals sehr hohen Chinin-Gehalt aber war das Tonic Water sehr bitter. Eine Legende besagt, dass britische Seeleute deshalb den Drink Gin Tonic erfunden haben. Wir haben uns dieses Wissen zu Nutzen gemacht und wochenlang in der British Library nach traditionellen Rezepten geforscht. Danach ging es auf die Suche nach den ursprünglichen Zutaten und ans Experimentieren. Bis wir die perfekte Mischung für unser Indian Tonic Water gefunden hatten, sind fast zwei Jahre ins Land gezogen.

Rolls: Besonderen Wert haben wir auf die Suche nach den perfekten Zutaten gelegt, denn damit steht und fällt die Qualität unserer Premium Mixer. Dafür sind wir persönlich durch die ganze Welt gereist und haben Spezialisten vor Ort, im Ursprungsland, gefunden, die uns exklusiv mit gleichbleibend bester Qualität beliefern. Beispielsweise kommen unsere Bitterorangen aus Tansania, das Chinin aus einer Grenzregion zwischen dem Kongo und Ruanda und unsere Zitronen aus Sizilien. Beste Zutaten kommen eben auch nur aus Regionen, die hier eine Tradition haben, sich auf die Herstellung bester Produkte seit Generationen verstehen. Das ist uns sehr wichtig und ein wesentlicher Kern von Fever-Tree.

Wie sind Sie auf den Namen Fever-Tree gekommen?

Rolls: Der Markenname Fever-Tree geht auf unsere Gründungsidee zurück. „Fever Tree“ oder zu Deutsch „Fieberbaum“ ist der umgangssprachliche Begriff für den Chinarindenbaum. Aus dessen Rinde wird Chinin gewonnen – der entscheidende Bitterstoff im Tonic Water, der gleichzeitig eine fiebersenkende Wirkung hat. Es erinnert uns immer daran, wo wir herkommen und dass ein Tonic ein natürliches Getränk ist. Alles andere verdient den Namen eigentlich gar nicht. Gin Tonic ist der Klassiker schlechthin. Das traditionelle Gentleman-Getränk.

Fever-Tree ist eine junge, frische Marke. Wie passt das zusammen?

Warrillow: Bei einem Gin Tonic denken wir immer ein wenig an die Kolonialzeit, an Abenteuer, fremde Länder und echte Kerle. Gleichzeitig ist ein Gin Tonic sophisticated, verführerisch, cool und fancy. Es ist der perfekte Drink für eine Sommerparty oder einen Barabend unter Freunden. Gin Tonic ist aber in der Tat ein gepflegter Gentleman-Drink mit langer Geschichte. Wobei wir ja nicht leugnen können, dass auch gerne Damen dem Gin Tonic frönen. Ein Gin Tonic ist und bleibt Kult. Er ist puristisch, traditionell und dadurch komplex.

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