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Schweizer in Champagner-Laune

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Die Schweizer greifen für das traditionelle Korkenknallen an Silvester wieder tiefer in die Tasche. Vor allem für Champagner wird mehr Geld ausgegeben.

Zwar wurden im laufenden Jahr weniger Schaumweine als 2005 importiert, der Wert der gekauften Flaschen stieg aber.

Der Trend zu hochwertigen Produkten hat im zweiten Halbjahr 2005 begonnen und sich nun weiter verstärkt, wie Ernst Pfenninger, Sprecher der Globus-Gruppe, auf Anfrage sagte. Im Trend sei dabei besonders hochwertiger Champagner, der auch von jungen Kunden gekauft werde. Pfenninger zeigte sich sehr zufrieden mit dem Absatz. Der Umsatz des Weihnachtsgeschäfts werde insgesamt das gute Geschäft von 2005 übertreffen.

Für Silvester werden zwar nicht mehr Produkte als im Vorjahr dafür aber teurere gekauft, wie Patrick Steiner vom Grossverteiler Coop sagte. Die Kunden suchten wieder Qualitätsprodukte. Die Nachfrage nach Champagner sei weltweit gestiegen, dies habe Preiserhöhungen zur Folge gehabt. Grundsätzlich sei der Konsum nach dem kleinen Einbruch im Vorjahr wegen der Einführung der 0,5-Promille-Grenze im laufenden Jahr wieder leicht gestiegen. Der Hype um Prosecco habe aber auch 2006 weiter angehalten. Bei Coop sind im Hinblick auf die Festtage rund 30 Artikel in Aktion.

Zufrieden zeigt sich auch Denner. Schaumwein läuft grundsätzlich besser als Champagner, wie Sprecherin Eva-Maria Bauder sagte. Recht gut komme Prosecco an. Grosse Nachfrage bestehe aber auch nach dem hauseigenen Champagner.

Der Trend zu teureren Schaumweinen spiegelt sich auch in der Statistik der Schweizerischen Zollverwaltung wieder. So wurden von Januar bis November 2006 insgesamt 11.072.708 Liter Schaumwein aus frischen Weintrauben eingeführt. Im Vorjahr waren es rund 27.100 Liter mehr gewesen. Der Wert der eingeführten Flaschen stieg im laufenden Jahr hingegen um rund elf Millionen Franken auf rund 155 Millionen Franken an. Damit war der Liter Schaumwein mit 14 Franken rund einen Franken teurer als im Vorjahr. Am beliebtesten waren erneut Schaumweine aus Italien vor Frankreich. Je über vier Millionen Liter und damit mehr als noch im Vorjahr wurden aus den beiden Ländern importiert. Von rund 2,2 auf 1,6 Millionen Liter gesunken sind dagegen die Einfuhren aus Spanien.

Aber auch das Geschäft für die Liebhaber von alkoholfreien Getränken läuft, wie Peter Rahm, Geschäftsführer von der Rimuss- und Weinkellerei Rahm, sagte. Rimuss habe einen Marktanteil von 78 Prozent. Die Rimuss-Sorten Party, Rose, Champion und Litchi-Perl verkauften sich sehr gut. Einen grossen Erfolg erhofft man sich vom neuen «Globi Schampus» für die ganz Kleinen. «Wir hoffen, dass der Globi Schampus ein Ganzjahresgetränk wird», sagte Rahm. Mit Rimuss würden 85 Prozent des Umsatzes im November und Dezember generiert.


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