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Grand Hotel Heiligendamm in Schwierigkeiten

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Das Kempinski Grand Hotel in Heiligendamm kämpft nach einem Bericht der „Ostsee-Zeitung“ mit massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Grund dafür sei die zu geringe Auslastung des Fünf-Sterne-Ressorts, schrieb das Blatt in seiner Samstagausgabe. Das Hotel wurde 2003 eröffnet. Es beherbergte in diesem Jahr US-Präsident George W. Bush und soll im kommenden Jahr Gastgeber des G8-Gipfels sein.

Nach einer Studie des Instituts für Marketing und Dienstleistungsforschung der Universität Rostock liegt die durchschnittliche Auslastung unter der erforderlichen 50- bis 60-Prozent-Grenze. Als Gründe dafür führten die Gutachter an, dass die Anlage öffentlich zugänglich sei, die Gäste sich gestört fühlten, ein hoteleigener Strandabschnitt fehle und die Kurtaxenpflicht ungenügend überwacht werde. Wenn nicht in den nächsten zwölf Monaten Maßnahmen ergriffen würden, sei das Scheitern des Vorhabens zu befürchten, zitierte die Zeitung Hotelchef Torsten Dressler.

Heiligendamm war nach der Wende nahezu komplett durch die Kölner Immobiliengruppe Fundus vom Bund übernommen worden. Bislang flossen 207 Millionen Euro in das Hotelprojekt, fast ein Viertel davon waren Fördermittel. Weitere geplante Projekte wie ein Thalasso- und Ayurvedazentrum, eine Klinik für Schönheitschirurgie und ein so genanntes Golfodrom scheiterten bislang an fehlenden finanziellen Mittel. Zudem verfallen zahlreiche, leer stehende Villen am Rande des ältesten, 1793 gegründeten deutschen Seebades. Die „Ostsee-Zeitung“ hat den Verfall der ebenfalls im Fundus-Besitz befindlichen mondänen Immobilien in einer dreiseitigen Wochenendbeilage bebildert.


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