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Spitzengastronomen unter Druck

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Gourmetführer gehen mit der deutschen Gastronomie hart ins Gericht / Bourgueil, Haas und Kaufmann müssen einstecken

BERLIN/KARLSRUHE. Großes Medienecho für die deutschen Ausgaben von Gault Millau und Michelin: Die beiden einflussreichsten Restaurantführer sind jetzt kurz nacheinander erschienen. Aufsehenerregend: Jean-Claude Bourgueil aus Düsseldorf, 19 Jahre lang im Besitz dreier Michelin-Sterne, hat seinen dritten Stern verloren.

Größtes Lob dagegen gab es vom Gault Millau für Tim Raue. Der Küchenchef des Berliner Restaurants 44 ist von dem Guide zum „Koch des Jahres“ gekürt worden. Raues Küche fand auch den Beifall des Michelin-Führers: Sie wurde mit einem Stern bedacht.

Der rote Guide aus Karlsruhe hat in diesem Jahr 21 Häuser erstmals mit einem Stern gewürdigt, darunter etwa das „Le Canard Nouveau“ in Hamburg mit Küchenchef Ali Güngormüs, das Restaurant Le Ciel im InterContinental Berchtesgaden sowie – Pikanterie im Rande – das Bistro „Jean-Claude“ in Düsseldorf, Zweitrestaurant von Jean-Claude Bourgueil. Den Verlust des dritten Sterns in seinem Restaurant Zum Schiffchen kommentiert der Franzose lapidar: „Der Michelin ist auch nicht mehr das, was er einmal war.
Ich koche so gut wie nie.“ Michelin-Schelte wolle er eigentlich nicht betreiben, es sei nur schlichtweg nicht zu verstehen.

Mit Tränen in den Augen hat Hotelier Bernard Zepf vom „Erbprinz“ in Ettlingen auf den Verlust des Michelin-Sterns nach nur einem Jahr reagiert. „Wir waren von den Socken und total überrascht“, bekannte Zepf gegenüber der AHGZ. Große Umsatzeinbußen erwartet der Privathotelier nicht, auch personelle Konsequenzen will er nicht ziehen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der AHGZ Ausgabe 47/2006 auf Seite 2.


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